Über uns

Alexander absolvierte seine Kochausbildung in einem Inklusionshotel. Dort arbeitete er täglich mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zusammen und lernte sie nicht im Rahmen eines Projekts kennen, sondern im gemeinsamen Arbeitsalltag. Nach der Ausbildung begleitete er mehrere Jahre einen jungen Menschen im Alltag und tut dies bis heute neben seinem Studium.

Aljoscha ist mit einem Bruder mit kognitiver Beeinträchtigung aufgewachsen. Für ihn war dieser Umgang nie etwas Besonderes, sondern Teil seines Familienlebens. Während Alexander den Blick durch seine Arbeit entwickelte, entstand Aljoschas Perspektive zu Hause.

Kennengelernt haben wir uns im Produktdesignstudium an der Fachhochschule Potsdam. Im ersten gemeinsamen Kurs fragten wir uns, warum Gestaltung fast immer dort beginnt, wo jemand eine Form entwirft. Was wäre, wenn wir diesen ersten Schritt abgeben würden? Was passiert, wenn der Gestaltungsprozess ohne Prinzipien und feste Regeln stattfindet?

Wir baten Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, die Kontur einer Vase zu zeichnen. Mehr nicht. Keine Beispiele, keine gestalterischen Regeln und keine Korrekturen. Uns interessierte nicht, wie eine Vase aussehen sollte. Uns interessierte das Experiment und das nicht vorhersehbare Ergebnis.

Diese Zeichnungen wurden zum Ausgangspunkt unserer Arbeit. Wir übertragen sie in Objekte, ohne ihre Form zu verändern. Wir glätten keine Kanten, korrigieren keine Proportionen und suchen nicht nach einer harmonischeren Silhouette.

So entstand die linie bleibt.

Der Name beschreibt nicht nur unser erstes Projekt, sondern auch unsere Arbeitsweise. Er erinnert uns daran, dass unsere eigene gestalterische Handschrift manchmal bewusst in den Hintergrund treten muss.

Heute verstehen wir die linie bleibt. nicht mehr nur als eine Kollektion von Keramikobjekten, sondern als ein offenes Gestaltungsprinzip. Bisher sind die Vasen der erste Ausdruck dieser Idee. In Zukunft planen wir, weitere Objekte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, die auf demselben Ansatz basieren, immer mit derselben einfachen Regel: die linie bleibt.